Dokumentation/Kundendateien
Welche Dateien das Kalkulationswerkzeug annimmt
Angenommene Dateiformate und ihre Verarbeitung: STEP, IGES, DXF, PDF-Zeichnungen, Scans und Fotos.
Der Konfigurator nimmt Dateien bis 50 MB an. Ein 3D-Modell wird automatisch bepreist. Eine Zeichnung erreicht den Betrieb mit allen Angaben, die aus ihr gelesen werden konnten. Die Engine erkennt die Art der Datei selbst; der Kunde muss sie nicht angeben.
STEP und IGES
Vollständig automatische Verarbeitung: Geometrieanalyse, 3D-Vorschau mit anklickbaren Merkmalen, Konfigurator und Preis. Baugruppen werden in Teile zerlegt und gemeinsam bepreist; identische Teile werden zusammengefasst. In diesem Format kann eine Kalkulation den Kunden ohne manuelle Bearbeitung erreichen.
DXF
Eine DXF-Datei enthält entweder eine flache Schnittkontur im Maßstab 1:1 (Laser, Wasserstrahl, Blech) oder ein Zeichnungsblatt mit Ansichten. Die Engine erkennt den Typ selbst.
- Kontur: Die Engine extrudiert daraus einen Volumenkörper. Danach folgt die normale Verarbeitung mit 3D-Vorschau und Konfigurator.
- Zeichnungsblatt: Die Angaben werden gelesen, und das Teil wird von Hand bepreist. Anders als eine PDF-Zeichnung wird ein DXF-Zeichnungsblatt nie zu einem Volumenkörper rekonstruiert.
- Dicke: Der Kunde gibt sie an. Ohne Angabe wird eine in der Datei vermerkte Dicke verwendet. Fehlen beide, kann die Kontur nicht extrudiert werden.
- Einheiten: Enthält die Datei keine Angabe, wählt der Kunde Millimeter, Zentimeter oder Zoll. Gibt die Datei ihre Einheiten an, gelten immer diese.
- Verschachtelung: Jedes auf dem Blatt angeordnete Teil wird als eigene Position bepreist.
PDF-Zeichnungen, Scans und Fotos
Aus einer Vektorzeichnung liest die Engine:
- Werkstoff, zugeordnet zur Bibliothek des Betriebs
- Menge
- Gewinde
- Allgemeintoleranzklassen nach ISO 2768: für Maße f, m, c, v; für Form und Lage H, K, L
- Rauheit
- Passungen
- Wärmebehandlung und Beschichtung
Einzelne Form- und Lagetoleranzrahmen (GD&T) werden nicht gelesen. Bei flachen Teilen, die sich als einzelne Extrusion darstellen lassen, rekonstruiert die Engine den Körper aus der Zeichnung und führt ihn durch die normale Geometrieanalyse.
Scans und fotografierte Zeichnungen werden angenommen, weil Kunden häufig nur diese Form zur Hand haben. Angaben, die sich nicht sicher lesen lassen, werden nicht geschätzt. In diesem Fall hinterlässt der Kunde E-Mail-Adresse und Menge; die Anfrage erscheint im Reiter Kalkulationen und wird von Hand anhand der Zeichnung bepreist.
Formate für Fotos und Scans:
- Angenommen: JPG, PNG, TIFF, WEBP.
- Nicht angenommen: HEIC, das Standardformat des iPhones.
- Passt der Inhalt einer Bilddatei, einer PDF-Datei oder einer STEP-Datei nicht zu ihrer Endung, lehnt die Analyse die Datei ab.
Fehlt einer Zeichnung der Maßstab, die Materialdicke oder ein Werkstoff, den der Betrieb führt, kann der Kunde die Angabe nachliefern; die Zeichnung wird dann erneut gelesen. Lässt sich das Teil rekonstruieren, geht es im 3D-Konfigurator weiter wie nach dem Hochladen eines Modells. Andernfalls sendet der Kunde die Zeichnung mit E-Mail-Adresse, Menge und Werkstoff, und der Betrieb bepreist sie von Hand.
Ein aus einer Zeichnung abgeleiteter Preis geht nie automatisch an den Kunden, unabhängig vom Kalkulationsmodus. Der Kunde erhält die Mitteilung, dass der Betrieb das Angebot erstellt und per E-Mail sendet.