Dokumentation/Kalkulation einrichten
Prüf-Gates
Einstellungen, die festlegen, welche Preise der Kunde sofort sieht und welche auf eine Freigabe warten.
Modi
Die Einstellung „Kalkulationsmodus“ steht in den Kalkulationsregeln im Abschnitt Prüf-Gates. Es gibt vier Modi:
- „Sofortpreis“: Der Kunde sieht den Preis sofort, sofern kein anderes Prüf-Gate greift.
- „Ab Schwelle prüfen“: Eine Kalkulation, deren Wert die Preisschwelle für die Prüfung erreicht, wartet auf eine Freigabe.
- „Jede Kalkulation prüfen“: Jede Kalkulation wartet auf eine Freigabe.
- „Immer Bestätigung anfragen (Preis auf Anfrage)“: Der Kunde erhält nie einen automatischen Preis und erfährt, dass der Betrieb das Teil von Hand kalkuliert.
Die Komplexitätsschwelle gilt in beiden automatischen Modi. Auch unter „Sofortpreis“ geht ein Teil oberhalb der Schwelle zur Prüfung.
Ein neues Konto startet im Modus „Jede Kalkulation prüfen“. Damit erreicht kein Preis einen Kunden, bevor der Betrieb geprüft hat, welche Preise die Engine aus seiner Konfiguration berechnet.
Ungewöhnliche Teile
Unabhängig vom Modus wartet eine Kalkulation immer auf einen Menschen, wenn das Teil:
- wahrscheinlich ein Guss- oder Schweißteil ist
- ein Katalogteil ist (Lager, Schraube, Dichtring)
- nach Schätzung mehr als 40 Stunden Bearbeitung je Stück erfordert
- von keiner Maschine des Betriebs aufgenommen werden kann: größer als jeder Arbeitsraum, mit einer Innenecke enger als der kleinste Fräser, mit einem Rohteil schwerer als die zulässige Tischlast, mit einer Menge unter der Mindestlosgröße einer Maschine, als prismatisches Teil, wenn nur Drehmaschinen es aufnehmen könnten, oder zu kurz für einen Langdrehautomaten
Der Kunde erfährt in diesen Fällen, dass der Betrieb das Teil von Hand kalkuliert, und wird um eine E-Mail-Adresse gebeten. Die Bitte, den Betrieb zu kontaktieren, erscheint nur bei einer Kalkulation, die der Betrieb abgelehnt hat.
Ein Katalogteil oder ein Gussteil kann als gefertigtes Teil kalkuliert werden. Die Karte „Kundenspezifikation“ der Kalkulation (in einer Baugruppe: mit ausgewähltem Teil) zeigt eine Zeile mit dem Namen des Hinweises, „Katalogteil“ oder „Gussteil“, mit zwei Optionen: „Zukaufteil“ oder „Gefertigt“ sowie „Guss / Schweißteil + Endbearbeitung“ oder „Aus dem Vollen“. Die zweite Option kalkuliert das Teil wie jedes gefertigte Teil, und die Kalkulation wartet auf Freigabe. Arbeitsraum, die Grenze von 40 Stunden, die Risikosignale und Verzahnungen gelten weiter. Ein Wechsel der Option entfernt einen für das Teil eingetragenen Preis.
Risikosignale stufen eine Sofortkalkulation zur Prüfung hoch:
- dünne Wände
- tiefe Bohrungen
- ein schlankes Teil
- ein Außengewinde
- Merkmale unter zusammengesetzten Winkeln, die Mehrachsbearbeitung erfordern
- Hinterschnitte (T-Nut, Schwalbenschwanznut)
- ein Merkmal, das mit der Werkzeugliste der Maschine nicht gefertigt werden kann
- mehr Werkzeuge, als das Magazin der Maschine fasst
Die Schwellen für dünne Wände und Schlankheit legt der Betrieb fest, ebenso die Schwellen für Betrag und Komplexität. Die Grenze für tiefe Bohrungen ist fest und nicht einstellbar: das 8-Fache des Durchmessers, an einer Maschine mit Innenkühlung durch die Spindel das 12-Fache.
Eine Kalkulation aus einer Zeichnung (PDF, Scan, Foto oder DXF) geht nie automatisch an den Kunden. Sie wartet immer auf eine Bestätigung, weil ein aus einer Zeichnung rekonstruierter Körper eine Ansicht des Teils ist und keine Messung.
Kalkulationen, die auf eine Entscheidung warten, zeigt der Reiter Kalkulationen mit dem Filter „Wartet auf Prüfung“. Die Zahl der neuen Kalkulationen erscheint in der Seitenleiste, auf der Übersicht und an der Benachrichtigungsglocke.